to empower: „jemanden ermächtigen“ oder „befähigen“
Für die Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Hörschädigung bedeutet das, dass die Schülerinnen und Schüler „ermächtigt“ und „befähigt“ werden, selbstbewusst mit ihrer Hörschädigung umzugehen.
Die Auseinandersetzung mit der eigenen Hörschädigung und deren Akzeptanz ist eine der größten Herausforderungen, der sich Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigung bei ihrer Identitätsentwicklung stellen müssen.
In einem Umfeld, in dem Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigung – anders als an der Förderschule für Hören – oftmals keine ebenfalls hörgeschädigten Bezugspartner haben, ist die Identitätsentwicklung besonders erschwert.
Die oft nicht sichtbare Hörbehinderung erschwert die Kommunikation, die die wichtigste Grundlage für das soziale Leben und Lernen darstellt. Neben der schwierigen Verarbeitung und Akzeptanz der meist dauerhaften Hörbeeinträchtigung sehen sich Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigung in ihrer hörenden Umgebung erheblichen Herausforderungen ausgesetzt.
Es ist daher eine besondere Aufgabe, Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigung durch geeignete Maßnahmen in diesem Bereich zu unterstützen und zu Experten für ihre eigene Hörschädigung zu machen.
Die Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigung sollen …
- sich mit ihrer eigenen Hörschädigung auseinandersetzen
- das Wissen um die individuelle Hörschädigung Außenstehenden fachkundig vermitteln können
- ihre Hörschädigung verstehen und akzeptieren lernen
- ihre individuellen Hör- und Kommunikationsbedürfnisse kennenlernen und Außenstehenden selbstbewusst vermitteln können
- den eigenverantwortlichen Umgang mit den eigenen Hörhilfen erlernen und weitere technischer Hilfen kennen und nutzen
… um zukunftsperspektivisch eine bestmögliche Teilhabe in die hörende Umwelt zu ermöglichen.
Einige der Themen werden im Rahmen spezifischer Veranstaltungen (z.B. Teilnahmemöglichkeit an entsprechenden Angeboten der Schule für Hörgeschädigte, Workshops zu bestimmten Themen, Austauschmöglichkeiten mit Gleichbetroffenen) behandelt, andere sind Inhalte der Beratungsbesuche.